| Edith Stein - Namensgeberin unserer Schule |
|
|
| Donnerstag, den 10. November 2011 um 10:31 Uhr |
Edith Stein, die Namensgeberin unserer Schule, wurde am 12. Oktober 1891 in Breslau geboren. Sie war das 11. Kind in einer Holzfällerfamilie. Ihr Vater starb, als sie 2 Jahre alt war. Ihre Mutter, Auguste Stein, führte mit Hilfe ihrer älteren Geschwister den Holzhandel selbstständig weiter. Sie war eine Frau, die ihren Kindern Selbstständigkeit und Selbstverantwortung vorlebte. So erzog sie auch ihre Tochter Edith zu Selbstverantwortung und zu einsatzfreudigem Handeln. Edith entwickelte sich zu einer eigenwilligen Persönlichkeit, die eine starken Widerwillen gegenüber allem, was Würde und Geistesfreiheit des Menschen behinderte, entwickelte. Edith Stein ging mit Begeisterung in die Schule, ihre Lieblingsfächer waren Deutsch und Geschichte. Sie machte ihr Abitur und studierte in Breslau und Göttingen als eine der ersten Frauen Philosophie. Sie promovierte in diesem Fach und rechnete danach mit einer Universitätslaufbahn. Ihr Professor gab ihr aber nur untergeordnete Aufgaben in diesem Fachbereich und ließ sie nicht zur Professur zu. Das, und einige andere persönliche Niederlagen bewirkten eine tiefe Enttäuschung in ihr. Es führte sie auf einen neuen Weg. Sie wurde katholisch, sie, die sich immer nichtgläubig nannte. Sie wurde Lehrerin bei den Dominikanerinnen in Speyer. Sie galt als strenge, aber gerechte Lehrerin. Auffallend waren ihre Bescheidenheit und Hilfsbereitschaft. Sie galt als bedeutende Erzieherpersönlichkeit. Weiterhin aber widmete sich Edith Stein ihrer wissenschaftlichen Arbeit. Sie nahm in viel beachteten Publikationen Stellung zu philosophischen und pädagogischen Zeitfragen. Dadurch eröffnete sich nochmals eine Perspektive für die akademische Laufbahn. Edith Stein schied aus dem Schuldienst aus und folgte 1932 einem Ruf an das Deutsche Institut für wissenschaftliche Pädagogik Münster, verlor aber bereits 1933 diese Stellung wieder, da sie jüdischer Abstammung war. Nun war Entscheidung angesagt. Ein Angebot nach Südamerika zu gehen lehnte sie ab, ebenso die Möglichkeit, in Abwartung besserer Zeiten in Münster zurückgezogen wissenschaftlich weiterzuarbeiten. Sie entschied sich anders. Am 14. Oktober trat sie mit 42 Jahren in den Kölner Karmel als Schwester Teresia Benedikta ein. Nun verband Edith Stein Gebet mit wissenschaftlicher Arbeit und sah nun die wichtigsten philosophischen Fragen im Lichte des christlichen Glaubens. So fand sie viele Antworten auf die Frage des menschlichen Lebens.Das Kloster sollte nicht lange ein Ort der Ruhe für sie bleiben. 1938, Deutschland stand bereits ganz unter der Regierung Hitlers und seiner Grausamkeit, wurde die jüdische Abstammung Edith Steins entdeckt. Am 31.12, 1938 übersiedelte sie nach Echt/Holland. Aber auch da spitze sich die Lage politisch zu. Sie versucht Unterschlupf in einem Karmel in der Schweiz zu finden. Doch die Formalitäten schleppten sich hin. Auch wollte sie nicht ohne ihre Schwester ausreisen. So wurde sie fand doch am 2. August 1942 von der SS abgeholt. Man brachte sie ins Lager Westerbork, von wo aus der Transport nach Auschwitz ging. Am 9. August endet das Leben Edith Steins in Auschwitz - Birkenau. Sie wurde inzwischen von der katholischen Kirche heilig gesprochen. |



Edith Stein, die Namensgeberin unserer Schule, wurde am 12. Oktober 1891 in Breslau geboren. Sie war das 11. Kind in einer Holzfällerfamilie. Ihr Vater starb, als sie 2 Jahre alt war. Ihre Mutter, Auguste Stein, führte mit Hilfe ihrer älteren Geschwister den Holzhandel selbstständig weiter. Sie war eine Frau, die ihren Kindern Selbstständigkeit und Selbstverantwortung vorlebte. So erzog sie auch ihre Tochter Edith zu Selbstverantwortung und zu einsatzfreudigem Handeln. Edith entwickelte sich zu einer eigenwilligen Persönlichkeit, die eine starken Widerwillen gegenüber allem, was Würde und Geistesfreiheit des Menschen behinderte, entwickelte. Edith Stein ging mit Begeisterung in die Schule, ihre Lieblingsfächer waren Deutsch und Geschichte. Sie machte ihr Abitur und studierte in Breslau und Göttingen als eine der ersten Frauen Philosophie. Sie promovierte in diesem Fach und rechnete danach mit einer Universitätslaufbahn. Ihr Professor gab ihr aber nur untergeordnete Aufgaben in diesem Fachbereich und ließ sie nicht zur Professur zu. Das, und einige andere persönliche Niederlagen bewirkten eine tiefe Enttäuschung in ihr. Es führte sie auf einen neuen Weg. Sie wurde katholisch, sie, die sich immer nichtgläubig nannte. Sie wurde Lehrerin bei den Dominikanerinnen in Speyer. Sie galt als strenge, aber gerechte Lehrerin. Auffallend waren ihre Bescheidenheit und Hilfsbereitschaft. Sie galt als bedeutende Erzieherpersönlichkeit. Weiterhin aber widmete sich Edith Stein ihrer wissenschaftlichen Arbeit. Sie nahm in viel beachteten Publikationen Stellung zu philosophischen und pädagogischen Zeitfragen. Dadurch eröffnete sich nochmals eine Perspektive für die akademische Laufbahn. Edith Stein schied aus dem Schuldienst aus und folgte 1932 einem Ruf an das Deutsche Institut für wissenschaftliche Pädagogik Münster, verlor aber bereits 1933 diese Stellung wieder, da sie jüdischer Abstammung war.
Nun war Entscheidung angesagt. Ein Angebot nach Südamerika zu gehen lehnte sie ab, ebenso die Möglichkeit, in Abwartung besserer Zeiten in Münster zurückgezogen wissenschaftlich weiterzuarbeiten. Sie entschied sich anders. Am 14. Oktober trat sie mit 42 Jahren in den Kölner Karmel als Schwester Teresia Benedikta ein. Nun verband Edith Stein Gebet mit wissenschaftlicher Arbeit und sah nun die wichtigsten philosophischen Fragen im Lichte des christlichen Glaubens. So fand sie viele Antworten auf die Frage des menschlichen Lebens.